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Stadt Ostriz – Kloster Marienthal
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Zisterzienserinnenabtei Klosterstift St. Marienthal Kloster Marienthal, Ostritz/Neiße (Nachweis: Kloster Marienthal) Das Klosterstift St. Marienthal wurde 1234 gegründet und in den folgenden Jahrhunderten mehrfach überbaut. Der heutige vorgefundene Gebäudebestand stammt aus der Barockzeit. Das Klosterensemble, welches unmittelbar an der Neiße liegt, wurde im August 2010 flächendeckend vom Hochwasser der Neiße überflutet. Langanhaltender Dauerregen im Dreiländereck Deutschland Tschechien und Polen ließ die Neiße zum bedrohlich reißenden Gewässer anwachsen. Die Klostermauer und die errichteten Hochwasserschutzmaßnahmen waren den gewaltigen Wassermassen nicht gewachsen. Das Wasser der Neiße stand bis 2,30 m auf dem Gelände der barocken Klosteranlage. In der Geschichte des Klosters war dies, nach dem Jahrhunderthochwasser im Jahr 1897, das schlimmste Hochwasser aller Zeiten. Die im Rahmen der Flutschadensbeseitigung bewilligten Mittel über das Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz (SDP) konnten 2020 durch die Stadtbau Freiberg GmbH schlussabgerechnet werden. Anknüpfend an die umgesetzten Maßnahmen aus der Hochwasserbeseitigung wurden für eine weiterführende Sanierung des Klosterensembles neue Mittel aus dem Förderproramm SDP durch das Land Sachsen zur Verfügung gestellt. Die förder- und abrechnungstechnische Betreuung erfolgt dafür ebenfalls durch die Stadtbau Freiberg GmbH: Derzeit werden im Klosterstift St. Marienthal u.a. die nachfolgenden Sanierungsmaßnahmen, umgesetzt: Probstei - Instandsetzung im Bereich ab 1. OG einschließlich zusätzlicher Räume im Erdgeschoss, inklusive Dachsanierung und baulicher Brandschutz Durchführungszeitraum: 2017 bis 2022 Die Propstei, nördlich von der Klosterkirche gelegen, ist ein wichtiger Bestandteil des unter Denkmalschutz stehenden Gesamtensembles. Die Propstei wurde in der Vergangenheit mehrfach um- und ausgebaut und diente über die Jahrhunderte hinweg dem Propst des Klosters als Wohnung. Im Festsaal und im Speisezimmer wurden geistliche und weltliche Gäste des Klosters empfangen und bewirtet. In den Gästezimmern wurden und werden alle nicht zum Konvent der Schwestern gehörenden Gäste, wie bspw. Verwandte der Ordensfrauen, beherbergt. Begonnen wird in einem 1. Bauabschnitt mit der Sanierung des Daches. Im Rahmen der Instandsetzung soll die Tonschindeleindeckung unter Wiederverwendung von Teilen der historischen Dacheindeckung wiederhergestellt werden, so dass der Dachstuhl statisch für die höhere Last ertüchtigt werden muss. Aufgrund der festgestellten Beschädigungen ist ein erheblicher Teil komplett zurückzubauen und fehlende und beschädigte Konstruktionselemente zu ersetzen. Kloster Marienthal – Probstei (IBWV, Deuna/Thüringen) Gesindestube - Ausbau Ober – und Dachgeschoss Durchführungszeitraum: 2018 bis 2020 Das Erdgeschoss der Gesindestube wurde durch das Hochwasser im August 2010 geschä-digt. Die Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten konnten mit Mitteln der Städtebauför-derung aus der Hochwasserschadensbeseitigung gefördert werden. Der Abschluss der Arbei-ten erfolgte 2019. Um das Gebäude vollumfänglich nutzen zu können, war eine weiterführende, umfassende Modernisierung und Instandsetzung der Räume im Obergeschoss notwendig. Aufgrund einer Nutzungsänderung besteht die Absicht die ursprünglich kleingliedrigen Wohn-bereiche mit Sanitäranlagen zu modernisieren, um so die Möglichkeit zu schaffen, Mietglie-dern der Ordensgemeinschaft, aber auch privaten Gästen, wie bspw. Familienangehörigen, eine Unterkunft anbieten zu können. Die Sanitäreinrichtungen von Erd- und Obergeschoss werden über getrennte Grundleitungen entwässert. Mit der getrennten Anbindung der beiden Geschosse sowie dem Anschluss der Entwässerungsleitung hinter der Rückstauklappe ist das Erdgeschoss bei Hochwasser gegen eindringendes Schmutzwasser abgesichert und das gesamte Obergeschoss sowie auch die dortigen Sanitäranlagen können ungehindert genutzt werden. Die haustechnische Anlage weist ebenfalls erhebliche Mängel auf. Die elektrotechnische An-lage wurde vor etwa 50 Jahren installiert und teilweise erweitert. Die Bestandsanlage erfordert eine grundlegende Anbindung und Neuinstallation der Starkstrom-, der Fernmelde- und der informationstechnischen Anlagen an das Niederspannungsverteilungsnetz sowie an das Da-ten- und das Fernmeldenetz des Klosters. Das gesamte Gebäude wird mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet. Alle Räume werden mit automatischen Meldern und die Fluchtwege zusätzlich mit nichtautomatischen Meldern ausgerüstet. Diese Anlage ist ein Teil der flächendecken Brandmeldeanlage des Klosters. Kloster Marienthale – Gesindestube (IBWV, Deuna/Thüringen) Ergänzung der Brandschutz- und Brandmeldeanlage zu einer flächendecken-den Anlage Durchführungszeitraum: 2017 bis 2022 Durch den Einsatz von Brandschutzmaßnahmen wie Brandschutztüren, die Schaffung von Brandabschnitten in den Gebäuden sowie dem flächendeckenden Einsatz von Systemen der Brandfrüherkennung und Brandbekämpfung/-verhütung wird die Optimierung von Personen- und Sachschutz für die Schwestern, Angestellten und Gäste des Klosters, aber auch der his-torisch wertvollen Einrichtungen und Gegenstände im Kloster erreicht. Alle brandgefährdeten Räume der Gebäude des Klosters müssen mit Brandmeldern ausgestattet und durch Brand-meldekabel vernetzt werden. In Flucht- und Rettungswegen werden nichtautomatische Druckknopfmelder zum manuellen Auslösen eines Alarmes installiert. Für die Detektion von Rauch- und Brandereignissen in denkmalgeschützten Gebäuden und Räumen werden Rauchansaugsysteme oder optoelektronische Melder eingesetzt. Die Aus-wertung der Brandmeldesignale und die Brandmeldung erfolgt durch die Unterzentralen in den Gebäuden und durch eine Hauptzentrale im Fachwerkhaus. Diese Aufschaltzentrale ist ein notwendiger Bestandteil der Brandmeldeanlage und gleichzeitiger Anlaufpunkt der Feuer-wehr. Der 1. Bauabschnitt, der Einbau einer Brandmeldeanlage einschließlich Maßnahmen zur Brandverhütung, kann objektbaubegleitend bis 2022 umgesetzt werden. Die Detektion ist ein Begriff aus der Messtechnik. Damit wird der Vorgang des Nachweises, der Sichtbarmachung oder der Vermessung von Eigenschaften beschrieben.
1.
Anerkannter Sanierungsträger